Sabine Kapfer
MA schamanisch inspirierte WirkWeise


Was ist ein Rebozo Ritual?

Ein Tuch – nicht nur Stoff,
sondern sanfte Erinnerung.
Gewebte Hände, es umhüllt,
hält ohne zu halten,
wiegt den Körper, zurück in die Mitte.
In seinem Rhythmus, löst sich Last,
fliesst Stille, durch Schulter und Bauch.
Ein Raum entsteht – für Tränen, für Lächeln, für Wandlung.
Und wenn das Tuch sich hebt,
bleibt etwas zurück:
eine neue Kraft.
Ein Erinnern
an das, was wir wahrhaftig sind.

MA


 

Sabine Kapfer





Tradition und Selbsterfahrung

Das Rebozo Ritual ist ein traditionelles Übergangsritual mit Wurzeln in der mexikanischen Hebammenkunst. Ein langes gewebtes Tuch – der Rebozo – wird verwendet, um achtsam gehalten zu werden und Momente der Ruhe, Orientierung und bewussten Wahrnehmung zu erleben.

Ich habe das Ritual bei der Medizinfrau Michelle Sylvie Lanz in der Schweiz gelernt.

Ursprünglich wurde es nach der Geburt eingesetzt, um Frauen in Übergangsphasen zu begleiten. 

Heute wird das Ritual in einem breiteren Kontext der Selbsterfahrung und bewussten Lebensübergänge angeboten, zum Beispiel in Zeiten des persönlichen Wandels:

  • nach einer Geburt 
  • nach intensiven Lebensphasen oder Trennungen
  • beim Wunsch nach Loslassen oder innerer Neuorientierung
  • als rituelles Selbstfürsorge-Erlebnis, auch in den Wechseljahren


Erfahrungsraum

Teilnehmende erleben das Ritual häufig als achtsame Pause, in der Raum für bewusste Wahrnehmung, Ruhe und innere Orientierung entsteht.
Es schafft die Möglichkeit, sich selbst bewusst wahrzunehmen und die Verbindung zu sich und dem Moment zu stärken.

Begleitung und Selbsterfahrung

Das Rebozo Ritual findet in einem geschützten, ruhigen Rahmen statt. Es umfasst:

  • Ein ankommendes Gespräch und Einstimmen mit Rasseln und Räucherungen
  • Sanftes Halten und Wiegen im Rebozo-Tuch im nicht-therapeutischen Rahmen
  • Ruhephasen zur bewussten Wahrnehmung an verschiedenen Stellen
  • Momente der Stille, Integration und Nachruhe

Nach Absprache kann achtsame körperliche Begleitung (z. B. leichte Berührung) erfolgen.

Die Zeremonie dauert ca. 3 Stunden und wird individuell auf Ihre Bedürfnisse und Situation abgestimmt.

Integration
Es ist wohltuend, im Anschluss Zeit für Ruhe, Wärme und Stille einzuplanen – z. B. einen freien Tag, ein Bad oder eine Tasse Tee – ohne Verpflichtung, einfach Sein zu lassen.

Das Ritual dient der Selbsterfahrung und persönlichen Entwicklung und ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung.